Das „Interkulturelle Orchester Göttingen“

 

Balen Abbas aus dem Irak zeigt uns mit seinem mitreißenden Liebeslied „Habibi – Nour El Ain“, wie viel Einfluss die arabische Musik auch Jahrhunderte nach dem Weggang der Mauren aus Spanien immer noch auf das südeuropäische Land hat.

Badel Safi singt von Afghanistan, von der Heimat, die verloren scheint. Achtzehn Musiker/innen begleiten sie und begeben sich musikalisch nach Kabul, um uns hören zu lassen, dass wir stark werden, wenn wir zusammen kommen. Das ist das Besondere an diesem Orchester; jede und jeder bringt etwas mit von seiner Musik, und nimmt alle mit -  in den Irak, den Iran, nach Eritrea, Polen, Afghanistan, Frankreich und Deutschland. Vieles wird zu einem und mündet wieder in Vieles. Wir müssen uns bewegen, zu und mit den Rhythmen anderer Länder. Menschen, die hierher flüchten mussten, machen genauso mit wie andere, die in Göttingen wegen der Liebe gelandet sind, oder schon immer hier leben und einfach neugierig sind auf Musik fremder Kulturen.

 

Seit 2013 besteht das Interkulturelle Orchester Göttingen, zunächst als großes, gefördertes Projekt, an dessen Ende eine Gastspieltournee quer durch Niedersachsen stand. Und weil die viele Zeit im Tourbus und die Gastspiele in Hannover, Oldenburg, Hameln, Hann. Münden und Herzberg das Ensemble zusammengeschweißt haben, konnte das Ende der Tournee nicht auch das Ende des Orchesters sein.

 

Seit 2016 suchen wir immer wieder nach einer Anschlussfinanzierung für die musikalische Leitung. Bislang ist das immer gelungen: 2016 ist zuerst die Stadt Göttingen eingesprungen, vom Herbst 2016 bis Mai 2017 haben die Int. Händel-Festspiele Göttingen das Orchester gefördert, da es die Musik zur Jugendoper „Beyond Doubt: Lotario“  beigesteuert hat. In der zweiten Jahreshälfte 2017 konnte das IKO, wie es intern liebevoll genannt wird, aus einer zweckgebundenen Spende der Sparkasse Göttingen weiter finanziert werden.

 

Zwischen 2015 und 2017 ist das Orchester 18 Mal öffentlich aufgetreten: in Hannover, Oldenburg, Hameln, Hann. Münden, Herzberg, in Reinhausen, auf dem Gut Sennickerode, bei der KUNST-Gala in der Stadthalle, bei einem Bildungskongress in der Uni Göttingen, fünf Mal bei den Händel-Festspielen und natürlich mehrfach im Kulturzentrum musa, seiner Homebase sozusagen.

 

In 2018 wird das Interkulturelle Orchester vom Rotary Club Göttingen unterstützt, so dass dieses einzigartige Projekt weiter bestehen kann!

   

Projektidee: Christiane Mielke Musikalische Leitung: Hans Kaul Tourplanung: Sascha Pelzel Projektleitung: Gabi Radinger

   

Kooperationspartner:

boat people projekt 

 

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 40

Projektpersonal: 1 musikalischer Leiter, 1 Projektleitung

Laufzeit: seit Sept. 2013

Aufführungen: 18

Gästezahl: 3.500

Kosten: 60.000 € plus Beitrag der Int. Händel-Festspiele Göttingen

 

Förderer:

Stiftung Niedersachsen, Programm sozioK: 18.500 €, Fonds Soziokultur: 14.000 €, Rotary Club Göttingen: 6.000 €, Litfin Stiftung: 5.400 €, Stadt Göttingen: 4.500 €, Landschaftsverband Südniedersachsen: 2.000 €, Sparkasse Göttingen: 2.500 €, Göttinger Kulturstiftung: 1.000 €, Spenden oder Sponsoring (unter 250 €): Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB), Naturkost Elkershausen, Int. Händel-Festspiele Göttingen