RespekTanz inklusiv 2013/2014

Kooperationsprojekte mit der Schule am Tannenberg, der Heinrich-Heine-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule

    

-ein inklusives Tanzprojekt mit Jugendlichen mit und ohne Behinderungen- 

 

Unter der künstlerischen Leitung von Christoph Schütz und Marianne Piet haben drei Gruppen der jeweiligen Schulen zum Thema „Herbst“ nach den Vier Jahreszeiten von Vivaldi gearbeitet. Dies war eine erstmalige Projektkooperation der drei Schulen. Christoph Schütz und Marianne Piet initiieren aktiv beide seit vielen Jahren unterschiedliche Tanzprojekte mit Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kitas in Südniedersachsen. Im letzten Jahr gründeten sie „respekTanz“, die Koordinierungsstelle für Tanz in Schulen in Südniedersachsen in Kooperation mit der musa.

 

Das oberste Anliegen von RespekTanz inklusiv war es, zum aktuellen Thema „Inklusion“ ein konkretes Vorhaben mit den Mitteln der zeitgenössischen Tanzkunst für eine heterogene Gruppe von Jugendlichen mit und ohne Behinderung zu entwickeln.

Die Gruppen umfassten pro Schule 15-20 Jugendliche, die Proben fanden im September und November wie geplant im Block statt, um eine gute Intensität zu gewährleisten. Im Dezember fand die erste Begegnung aller drei Schulen in der Schule am Tannenberg statt, im Januar 2014 folgten weitere Proben in der Schule, ein Probentag im Kulturzentrum musa und schließlich ein Aufführungstag in der musa.

Zur Aufführung wurde ausgewählt eingeladen, zum einen um die Jugendlichen nicht weiter zu verunsichern, zum anderen, weil es einem nicht vorbereiteten Publikum schwer zu vermitteln ist, dass es hier nicht um die Präsentation einer hochwertigen gemeinsamen Choreographie ging, sondern darum, die eigenen Grenzen zu überschreiten, Vorurteile beiseite zu schieben und Ängste zu überwinden.

 

Darüber hinaus die Entwicklung der Jugendlichen zu erleben in ihren Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch in ihren Kommunikationsmöglichkeiten miteinander, unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kultur und Schule. Dass externe Künstler/innen in die Schule kommen, eröffnet den Schülern und Schülerinnen eine neue Perspektive auf Gesellschaft und Kultur und den Lehrerinnen einen anderen Blickwinkel auf ihre Schüler und Schülerinnen.

Strahlende Gesichter und die Fragen, ob es weitere Aufführungen und ob es auch einen Film gibt, den man gemeinsam sehen kann, sind konkreter Ausdruck des Erfolges von RespekTanz inklusiv.

Es wurde eine DVD produziert, die alle Beteiligten ausgehändigt bekommen haben. Eine Dokumentation wurde in  Form einer DVD produziert. Diese wird allen beteiligten Bündnispartnern und Förderern zur Verfügung gestellt.

 

Projektleitung: Gabi Radinger

Künstlerische Leitung: Christoph Schütz und Marianne Piet

 

Kooperationen:

Schule am Tannenberg (Förderschule mit Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“), Heinrich Heine Schule (Hauptschule in Grone), Käthe Kollwitz Schule (Hauptschule in Geismar), Alte Fechthalle, Tagesstätte Diakonie Christophorus, Institut für Sportwissenschaften der Uni Göttingen

 

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 51

Projektpersonal: 1 Projektleitung, 2 künstlerische Leiter/innen

Laufzeit: Sept. 2013 - Februar 2014

Aufführungen: 4

Gästezahl: 180

Kosten: 12.700,- Euro

 

Förderer:

Die drei Projekte wurden gefördert von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbands Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung