Tito & Tarantula

So, 30. August 2015; 20.00

Lost Tarantism European Tour 2015
Wer Tito & Tarantula kennt, hat sie wahrscheinlich zum ersten Mal in "From Dusk Til Dawn" erlebt: Dort spielen Sie in einer Bar namens Titty Twister, verwandeln sich in Vampire und sind die Einzigen Nicht-Menschen, die das Schlachtfest von George Clooney und Abenteuergefährten überleben. Der Auftritt im Film und der dazugehörige Soundtrack bescheren der Band Kultstatus.

musa-Saal

VVK: 20 € (zzgl. Gebühr); AK: 24 €
KULTURTICKET: 15 € (VVK)!!!

"ALLE DENKEN NUR AN SICH. NUR ICH DENKE AN MICH." 

 

Eugène Marin Labiche (* 6. Mai 1815 bei Paris; † 22. Januar 1888 in Paris) war ein bedeutender französischer Lustspieldichter…

…wenn er gewusst hätte, wie sehr er die Menschen 200 Jahre später charakterisieren würde…er wäre nicht als Lustspieldichter in die Geschichte eingegangen, sondern als Gesellschaftskritiker.

„ICH ICH ICH“, leider keine Salonkomödie der Egomanen, sondern zunehmend gelebte Realität der Einzelnen in einer irgendwie noch gearteten Gesellschaft. Wir erleben derzeit eine Selbstbezogenheit, einen Egoismus, eine Machtgeilheit, oft einhergehend mit dem Glauben unfehlbar zu sein, nicht in der Verantwortung für das Gesagte oder das Tun zu stehen. Menschen treten nach unten, leider auch dann, wenn ein anderer bereits am Boden ist. Was liegt der da auch? Es wird sich umgedreht und gegangen.

„Größer denken“ ist das Selbstverständnis der einen, „an sich denken und zwar zuerst“ die Denke der anderen. Aber was meint das? Was ist „größer gedacht“? Wann stößt das Größere an seine natürliche Grenze? Dann, wenn anderes kleiner ist? Dann, wenn sich ein Mensch größer fühlt als andere? Ist er dann am Ziel? Und dann geht es ihm gut? Nicht WIR schaffen etwas erfolgreich, ICH…bin erfolgreich, ICH allein. Wie oft hören wir das? Zu oft.

Woher rührt diese zunehmende Ich-Bezogenheit, ist es die innerliche Unbeweglichkeit, die eigene Erstarrung, die Angst vor Veränderung? Ist es die Unfähigkeit, andere auf einen Weg mitzunehmen?

Aus dem Blickfeld gerät das Gemeinwohl, an dem wir alle partizipieren (können), das WIR.

Visionen erlahmen, Ideen bleiben stecken, das Schöne wird verwaltet, das Kreative ist schon Mainstream.

Lassen Sie uns die WIR-Kampagne starten, lassen Sie sich ein! Stärken Sie sich, verabreden Sie sich, bewundern Sie sich, trauen Sie sich.

Wenn WIR viele Menschen finden, die mitmachen, dann entstehen Gespräche, zwischen Kulturen und Generationen, zwischen Lebensstilen und Fremden. Toleranz, Respekt und Anerkennung direkt vor ihrer Tür, wäre das nicht was?

Denn mal ehrlich:  Ist das ICH nicht eigentlich nur ein kleines Personalpronomen, das nicht gleichbedeutend mit einer Weltmacht mit drei Buchstaben ist?

 

Konzertübersicht:

Mehr Informationen über diese und weitere Konzerte finden Sie in der Rubrik Veranstaltungen