Wir galten lange als Spinner und für so einige sind wir es bestimmt noch immer – die Kultur-Spinner. Viel zu bunt, zu laut, zu unangepasst, zu unpassend, zu ehrlich, zu schräg und und und - und die wollen auch noch Geld für das, was sie tun? Steuergelder? Und das in Zeiten knapper Kassen…? Für viele undenkbar, besser gesagt zu überdenken.
Die freie Kultur und die Soziokultur gehören zu den sogenannten „Freiwilligen Leistungen“. Hierbei ist der Bereich der Freiwilligkeit darin zu sehen, dass diese Kulturausgaben nicht gesetzlich normiert sind, sondern jederzeit seitens der öffentlichen Hand zu kürzen oder zu stoppen sind. Erwähnenswert hierbei ist, dass bundesweit allein die Besucherzahlen der Soziokultur in diesem Jahr mit denen der Besucherzahlen der Fußballstadien der 1. Bundesliga vergleichbar waren. So kann das Fazit nur lauten: Die Spinner, um mit Twain zu sprechen, haben sich durchgesetzt. Muss die Förderung der Freien Kultur und der Soziokultur jetzt nicht als Pflichtaufgabe für die Politik betrachtet werden, um den Leistungen Rechnung zu tragen?
Mit Theater, Musik und Kunst die Gesellschaft zu bedienen und sich dabei über Wasser zu halten, ist eine große Herausforderung, viele Kulturarbeitende/-schaffende haben mehrere Arbeitstellen, um ihr Leben finanzieren zu können. Eine finanzielle Sicherheit der Kulturschaffenden bedeutet aber immer mehr Kreativität, mehr Innovationen, mehr Output auf der einen Seite und ein Mehr an Bildung, Freude, Veranstaltungen, Konzerten und gemeinsamen/gesellschaftlichen Erlebnissen auf der anderen Seite.
Wir wollen immer mehr neue Ideen entwickeln, für Sie und für alle!
Besuchen Sie uns: die musa (www.musa.de), das Kultur- und Veranstaltungszentrum. 280 Veranstaltungen im Jahr, 100.000 Besucherinnen und Besucher, 50 Kurse, 60 Bands, Workshops und Partys. Kultur für Kinder und Erwachsene.