musa e.V. 2011

Anmerkungen zum Jahresabschluss 2011

Im Jahr 2011 hat die musa e. V. einen Verlust von rund 12.000 € erzielt. Dieser erklärt sich aus gestiegenen Personalkosten gegenüber 2010. Alle Stellen waren wieder vollbesetzt und ab September 2011 haben wir zwei jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zu Veranstaltungskaufleuten ermöglicht. Diese finanzielle Festlegung auf 3 Jahre für zwei Auszubildende haben wir vor dem Hintergrund der Überschüsse von 2010 beschlossen. Dafür hat die Mitgliederversammlung vom 24.03.2011 Mittel in Höhe von 30.000 € als Rückstellung für die Ausbildungsplätze festgelegt. In den Jahren 2012, 2013 und 2014 stehen so jeweils 10.000 € für die Kosten der Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung sollten die restlichen Überschüsse aus 2010 für dringende Investitionen verwendet werden. Folgende Investitionen wurden getätigt: neuer Spiegel für Roten Raum, Thermodrucker für neues Ticketsystem,  Modernisierung der Büroräume und diverse technische Geräte für den Veranstaltungsbetrieb. Gesamthöhe der Investitionen: 21.200 €. Eigenanteil davon 9.300 €. Die restlichen Mittel wurden mit einem Zuschuss des Landes Niedersachsen für die Modernisierung der Büroräume aufgebracht.

 

Jahresergebnis 2011 in Zahlen

Gesamt Einnahmen                                             623.135,74 €

Gesamt Kosten                                                    635,471,17 €

Verlust                                                                - 12.335,43 € 

 

Die Einzelergebnisse ergeben sich wie folgt:

 

1. Ideeller Bereich.......................................................212,54 €

2. Vermögensverwaltung.......................................15.368,89 €

3. Zweckbetrieb...................................................- 28.574,37 €

4. Wirtschaftlicher Geschäftsbereich............................657,51 €

 

    Gesamt                                                           - 12.335,43 € 

 

Folgende Investitionen wurden in 2011 durch die musa e. V. getätigt:

 

Investitionen Zweckbetrieb

Büroeinrichtung[1].................................................15.886,09 €

Thermodrucker.......................................................1.517,00 €

Spiegel Roter Raum.................................................1.509,42 €

Querriegel..................................................................674,21 €

iMac (gebraucht)........................................................450,00 €

DJ Mixer....................................................................368,91 €

Baustromverteiler......................................................320,00 €

Waschmaschine.........................................................167,65 €

Kappsäge..................................................................163,66 €

Mobile Soundanlage...................................................150,33 € 

 

Gesamt:                                                               21.207,27 €

 

Investitionen Geschäftsbetrieb

Küche....................................................................3.620,00 €

Spülmaschine ..........................................................324,81 €

Waschmaschine........................................................167,65 €

Dämmmatten...........................................................160,50 € 

 

Gesamt                                                                 4.272,96 €

           

[1] Gesamtinvestition = 15.886 €, davon 11.939 € Zuschuss vom Land Niedersachsen 

 

musa e.V. 2010

Finanzieller Jahresbericht 2010

 

Das Jahresergebnis 2010 zeigt einen Überschuss von rund 40.000 € (nach Steuerabzug). Erzielt wurde dieser Überschuss zum Teil mit Einsparungen beim Personal (1 Stelle für 6 Monate nicht besetzt – Nachfolger inzwischen gefunden. 2 Kollegen in Elternzeit – Ersparnis ca. 25.000 €), aber auch mit erfolgreichen Veranstaltungen im Konzertbereich.

 

Insgesamt hatten wir Kosten in Höhe von 568.915 €

Davon waren:

37,5 % Personalkosten (Festangestellte (92%), Azubis (2%), Aushilfen (6%))

1,5 % Verwaltungskosten (Büro, Telefon, Fortbildung, Gebühren, Verbandsbeiträge)

17,5 % Gebäudekosten (Miete, Instandhaltung, Energie, Ausstattung)

6,5 % Projektarbeit (Honorare, Technik)

14% Veranstaltungskosten (Gagen, Übernachtungen, Catering, Gema, KSK)

4 % (Öffentlichkeitsarbeit (Halbjahresprogramm, Plakatierung etc.)

19 % Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (Personal, Wareneinsatz, Energie, etc.)

 

Die Personalkosten der Festangestellten teilen sich wie folgt auf:

10.200 € Ideeller Bereich (finanziert durch Zuschuss)

24.700 € Vermögensverwaltung (finanziert durch Vermietungen)

124.200 € Zweckbetrieb (finanziert durch Zuschuss und Vermietungen)

36.700 € Geschäftsbetrieb (finanziert durch Gastronomie)

 

Insgesamt hatten wir Einnahmen in Höhe von 611.442 €

Davon waren:

38,5 % Städtischer Zuschuss

9% Drittmittel (Projektmittel 6,1%, Landkreis 1,6%, Landschaftsverband 1,3%)

1,5 % Eigenmittel(Mitgliedsbeiträge, Spenden)

12,5 % Vermietungen

2 % Teilnehmerbeiträge für Kurse

14% Veranstaltungen (Eintritt, Sponsoring)

1,5 % Verkauf von Anzeigenplätzen

21,5 % Gastronomie

 

Die Rücklagen in Höhe von 40.000 € werden laut Mitgliedsversammlung am 24.3.2011 als Puffer für Personalkosten  und Energienachzahlungen verwand. Sowie für dringende Investitionen (z.B. neuer Spiegel für Kursraum, technisches Equipment)

 

musa e.V. 2009

Veranstaltungen

Die Zahl der Veranstaltungen und Vermietungen in Saal und Salon verringerte sich im Jahr 2009 gegenüber 2008 leicht (s. Aufstellung unten). Diese Abnahme erklärt sich durch einen - wahrscheinlich konjunkturbedingten - Rückgang der privaten Vermietungen im Salon und durch die hohe Zahl an einmaligen Theater- und Comedy-Aufführungen 2008 (TUT-Clown-Schule und „Weststadtstorie“), die 2009 nicht wiederholt werden konnten.

Eine rein rechnerische Aussage über die Entwicklung der Besucherzahlen soll an dieser Stelle nicht gemacht werden. Durch die unterschiedlichen Charaktere der Veranstaltungen (bestuhlt – unbestuhlt, anspruchsvoll – eher massenkompatibel) würde sich hier ein verzerrtes Bild ergeben, dass u.U. die qualitativ hochwertigen Veranstaltungen unterbewertet. Es gab jedoch eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen der Besucherzuspruch die Erwartungen übertraf, z.B. bei der Liedermacherin Dota oder der Hardcore-Band Born From Pain. Andere, bisher erfolgreiche Veranstaltungskonzepte blieben hinter den Erwartungen zurück (The Busters/Ska oder Rockapella). Eine Verschiebung der Anzahl der Tanzpartys zugunsten des Saales ergibt sich aus der Verlagerung der zweiten „Rock gegen Rheuma“-Party im Monat vom Salon in den Saal. Hier ist eine hohe Zunahme der Besucherzahlen zu verzeichnen.


Kurse und Workshops

Das Kurs- und Workshop-Programm von 2008 wurde auch 2009 kontinuierlich fortgesetzt und erweitert. Neu und erfolgreich wurden Kurse und Workshops für Yoga, orientalischen Tanz, Harmonika, Gitarre für Anfänger und Fortgeschrittene und Bluesgitarre angeboten. Diese Verbesserung des Angebotes innerhalb eines Jahres ist ungewöhnlich umfangreich und spricht somit für eine erfolgreiche Erweiterung des Bekanntheitsgrades und der Zielgruppe der musa.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Das Konzept des Monatsflyers für Veranstaltungen wurde überarbeit. Für die Schultanzwochen wurde ein neuer Flyer erstellt und verteilt. Es ist ein Ticket-Onlinesystem für den Vorverkauf erfolgreich eingerichtet worden, so dass nun auf die Möglichkeit telefonischer Vorbestellungen verzichtet werden kann. Zum Erstsemesterempfang der Universität wurde erstmalig eine Videoinstallation mit Konzertmitschnitten gezeigt. Hier konnte eine höhere Aufmerksamkeit als in den Vorjahren, wo nur Plakate und Flyer ausgelegt wurden, erreicht werden.

 

Problemstellungen im Jahr 2009

Kündigung des Atelierhauses ohne Verlust der Ateliers für die Bildenden Künstler. Hier wurde zum 1.1.2010 die Vermietung der Ateliers an die Künstler durch die BIMA direkt übernommen, so dass musa nicht mehr mit der Instandhaltung usw. des Nachbargebäudes belastet ist.

Aufgrund der langen Heizperiode und der Energiepreiserhöhungen 2008/2009 ergaben sich erheblicheNebenkostennachzahlungen für Haupt- und Atelierhaus. Diese Summe wurde durch Stundenkürzungen beim Personal, Verzicht auf die zweite Ausbildungsstelle und einen Sparkurs in den Bereichen Veranstaltungen und Investitionen aufgefangen.

Insbesondere bei Partys und lauten Konzerten gab es 2009 vermehrt Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft, auf die wir zunächst mit kurzfristigen Maßnahmen reagierten. Eine dauerhafte Lösung zum Lärmschutz für die Anwohner hat für uns aktuell erste Priorität. Hier ist eine bessere Schalldämmung von Saal und Salon und die Verlegung des Saalhaupteingangs bei Partys und Konzerten auf die Nordseite des Hauses erforderlich. Wir hoffen hier, mit den Investitionsmitteln aus dem Projekt Soziale Stadt in nächster Zeit bauliche Lösungen zu finden.

 

Vergleich in Zahlen

2008 2009

Mitglieder: 84 85 (6 Austritte, 7 Eintritte)


Veranstaltungen:

Konzerte Rock, Pop usw. 23 25

Konzerte Folk, Ethno usw. 3 1

Theater, Musical, Kabarett 16 6

Tanz und (Ethno)musik 8 7

Kongresse, Infoveranstaltungen 2 0

Kunstausstellung 1 1

Tag der Offenen Tür 1 1

Stadtteilfest 1 1

Film 0 1

Tanzpartys Salon 115 104

Tanzpartys Saal 23 37

Vermietungen Salon 18 12

Vermietungen Saal 5 4

Summe Veranstaltungen 216 199

 

musa e.V. 2008

1. Die Veranstaltersicht

Das Jahr 2008 war aus der Sicht des Veranstaltungsbereiches und mit dem Blick auf unser alltägliches Geschäft, die Kurse und Workshops betreffend, ein erfolgreiches Jahr.

Die musa führte 228 Veranstaltungen, 3000 Kurstage und 54 Workshops durch, so dass wir auf die stolze Zahl von rund 120.000 Besucherinnen und Besucher im Alter von 3 und 60 Jahren verweisen können. Unsere Besucher- und Nutzerstruktur ist vielschichtig, die Hauptzielgruppe sind Menschen im Alter von 25 bis 50 Jahren, wobei ca. 35 % aus dem Einzuggebiet des Landkreises, Kassel und Nordhessen unser Haus nutzen.

 

Wir hatten viele Highlights im Programm 2008. Namhafte und international anerkannte Musikerinnen und Musiker eroberten die Bühne und das Göttinger Publikum, genannt seien hierbei z.B. Anne Clark, Serdar Sumuncu, Karamelo Santo, KRAAN und Rockapella. Hinzu kamen weitere ausverkaufte Veranstaltungen wie René Marik, Stoppok, Rantanplan, Dota und die Stadtpiraten oder das Abschiedskonzert von NO RESPEKT.

Hinzu erfreuen sich Tausende von Menschen an den Partys „Rock gegen Rheuma“ und der „30plus Party“. Sowohl politische Veranstaltungen wie die Armutskonferenz und Gitta Connemann fanden in unseren Räumen ihren Platz, als auch das Jugendprojekt Weststadtstory.

Alles in allem, es gab viel für sehr viele zu sehen und zu erleben.

 

2. Die Kooperationspartner

Stadt Göttingen, Rockbüro Göttingen, Weststadtkonferenz, Jazzfestival, KUNST e.V., Landschaftsverband Südniedersachsen, Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, Domino e.V., Kultureinrichtungen Göttingens, diverse Künstlerinnen und Künstler, Woggon, O-Ton, Parteien, Antifa, Inhalt, Agenturen, StadtRadio Göttingen, Musikschulen, Tanzschule Krebs, VHS u.a.

 

 

3. Die Arbeitgebersicht

Die musa beschäftigt 23 Menschen bei einem Arbeitszuschuss von 162.554,- Euro, dies entspricht 6,5 Vollzeitstellen.

Festangestellte: 9

Auszubildender: 1 - 2

Honorar: 1-5 (je nach Projekten);

Minijobs: 14

Hinzu kommen sechs ehrenamtliche Personen, die sich dem Dienst der Kultur zur Verfügung stellen.

 

Wissenswertes aus 2008 und 2009 – ein kurzer Überblick

Die musa und damit die Kulturarbeit erstickt langsam aber sicher an den ständig steigenden Energie- und Unterhaltungskosten, schon jetzt müssten wir für das Jahr 2009 an die 11.000,- Euro Energiekosten nachzahlen, obwohl wir erst 15.000,- für das Jahr 2008 nachgezahlt hatten und höhere Pauschalen vereinbarten wurden.

Daraus resultierend mussten wir bereits auf „Kurzarbeit“ (Stundenreduzierung) umstellen und bilden dieses Jahr (2009) keine weiteren neuen Azubis mehr aus.

Natürlich stellt sich für uns die Frage, wie es in der Zukunft mit uns weiter gehen kann.  

 

4. musa Energie- und Instandhaltungskosten auf dem Höhepunkt

Uns ist bewusst, dass der Mietvertrag zwischen der Stadt Göttingen und der musa es so vorsieht, dass wir als Untermieterin für die Instandhaltung der Räume zum großen Teil selbst verantwortlich sind und die Stadt einmalige Investitionen tätigt. Da der Stadt das Haus im Jahr 2008 (noch) nicht gehört, wurde nur das Notwendigste aus ihrer Sicht durchgeführt, was zum einen verständlich ist, zum anderen jedoch nur der Schadensbegrenzung dient, nicht aber der Kultureinrichtung musa.

Die ständig steigenden Energiekosten tun ein Übriges (s.o.). Im Jahr 2009 müssen wir mehr als 1/5 unseres Zuschusses für Kultur in diese Bereiche investieren, mehr als 30.000,-.

 

 

5. Kündigung musa-Atelierhaus

Wir sahen uns jetzt gezwungen, das musa-Atelierhaus zum Ende des Jahres 2009 zu kündigen. Nach der diesjährigen Wartung der Heizung durch einen Schornsteinfeger, mit dem Ergebnis, dass diese ab dem 1.1.09 nicht mehr zulässig ist, befanden wir uns in einer untragbaren Situation. Erwähnenswert ist, dass wir uns über die Hilfe seitens der Verwaltung der Stadt Göttingen sehr gefreut und diese dankbar entgegen genommen haben und immer noch nehmen. Wir hoffen, dass die Verhandlungen am 14.8.09 mit derBundesanstalt für Immobilienaufgaben ein positives Ergebnis haben. 

 

6. Welche Perspektiven sehen Sie für die Zukunft?

Das Hauptziel ist der Um- und Ausbau des Gebäudes, eine Neu- bzw. Umstrukturierung der Räume und des Veranstaltungsbetriebes. Hierbei ist eine inhaltliche Erweiterung der musa mit dem Schwerpunkt „Stadtteilarbeit und Weststadtprojekte“ in unseren Augen dringend notwendig. Durch die Aufnahme der Weststadt in das Förderprogramm der „sozialen Stadt“ sind wir in gespannter Erwartung.

Des Weiteren wollen wir einen großen, logistisch gut angelegten, neuen Konzert- und Veranstaltungssaal für die Größenordnung zwischen 500 und 1000 Besuchern in der musa zu etablieren. Die Schaffung einer neuen und verbesserten Infrastruktur für den Musikbereich ist hierbei das Ziel. Immer öfter sind unsere Veranstaltungen ausverkauft und wir können dem Interesse unserer diversen Zielgruppen nicht mehr Rechnung tragen.

Angedacht und angesprochen sind ebenfalls die sowohl die räumliche Zusammenlegung als auch Kooperationen mit der Jungen Medienszene Niedersachsen, des Weiteren die Verknüpfung und Zusammenarbeit mit vielen jungen Filmemachern aus der Region. Hinzu sollen junge, neue journalistische Medien einen Raum und vor allem Platz finden.

 

musa e.V. 2007

1. Förderung der kulturellen Kinder- und Jugendkulturarbeit:

Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die spezifische Kulturarbeit bei musa. Erweiterung der Angebote für Musikunterricht. Weiterführung der bisher durch das Projekt „Grenzgänger“/Aktion Mensch geförderten Gruppen.

Im Jahr 2007 erfolgte die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an die spezifische Kulturarbeit bei musa zum einen über das regelmäßige Kurs- und Workshopangebot und zum anderen über die zeitlich begrenzten Projekte. Bei den Kursen und Workshops hatten wir Rhythmisch-musikalische Früherziehung, Ausdruckstanz, Kathak, Steptanz, Breakdance sowie Musikunterricht (Blockflöte, Querflöte, Saxophon, Schlagzeug, Trommeln, Klarinette und Keyboard) im Angebot. Zusätzlich haben wir Kurse in den Bereichen Hiphop Dance und Turntablism eingerichtet, um den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Grenzgänger-Projekts, das Ende 2006 ausgelaufen ist, die Chance zum Weitermachen zu geben.

Erweiterung der bisherigen – auf die Weststadt beschränkten – Jugendkultur-spezifischen Angebote auf das gesamte Stadtgebiet und den Landkreis, z.B. Rap, Breakdance, Scratchen, Hip Hop-Dance usw..

Was die Projekte betrifft, haben wir für Kinder und Jugendliche beim Weststadtfest am 08.09.07 ein großes Mitmachangebot organisiert. Das Projekt „Weststadt Story“, ein Kinder- und Jugendmusical, das in 2007 gestartet ist und im Sommer 2008 aufgeführt werden wird, wurde erstmals stadtweit ausgeschrieben. Mittlerweile sind neun Jugendgruppen aus dem Stadtgebiet und dem Landkreis dabei, die zum Teil seit Oktober 2007 proben. Teilnehmen werden Jugendliche aus folgenden Einrichtungen: Jugendzentrum Maschmühle, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Jugendhilfezentrum Göttingen-Hagenberg, Internationaler Bund – Jugendgemeinschaftswerk, Musikschule Liapine, Freie Musikschule am Wall, Musikschule ton-art, Musikschule Auf-takt in Dransfeld. Zusätzlich gibt es eine Hauptdarstellergruppe, die aus Teilnehmerinnen früherer Stadtteilprojekte besteht. Die Jugendlichen lernen je nach persönlichem Wunsch Theaterspielen, Hiphop Dance, Bandzusammenspiel, Klavier- und Violinespielen, Singen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass eine Erweiterung der Angebote über den Stadtteil hinaus sinnvoll ist und auch angenommen wird. Ein erfolgreicher Einbindung der jugendlichen Zielgruppen setzt allerdings eine längerfristige Arbeit und ständige „Fütterung“ mit neuen Projekten voraus.

 

Erweiterung der Schultanzwochen.

Die Zahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen an den Schultanzwochen hat sich von 680 im Jahr 2006 auf 1700 im Jahr 2007 erhöht. Diese Steigerung ist vermutlich auf eine größere Bekanntheit und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für die zurückzuführen. So wurde z. B. eine Präsentations-DVD für die Schultanzwochen produziert, die an die Schulen verschickt wird.

Stadtweite Ausschreibungen für die bisher auf den Stadtteil beschränkten Jugendprojekte „GöFi“ und „Weststadtrevue“.

Der Göttinger Filmpreis konnte im Jahr 2007 nicht veranstaltet werden, da das oben erwähnte Jugendmusical „Weststadt Story“ finanziell (Gesamtvolumen: 32.000 Euro) und organisatorisch so aufwändig ist, dass die Kapazitäten für ein zweites Großprojekt fehlten. Im Übrigen zeigt die Erfahrung, dass Sponsoren jährlich den gleichen Betrag für Jugendkulturarbeit zahlen, egal wie viele Projekte veranstaltet werden. Mehrere Projekte zu organisieren bedeutet deshalb auch immer weniger Geld für das einzelne Projekt. Für das Jahr 2008 ist aber ein Filmprojekt mit dem Titel „Fremde/Heimat“ geplant.

Verbesserung der Ausstattung des Übungsraumes für die o. g. Angebote.

Die Ausstattungen unserer Übungsräume wurden insofern verbessert, als nun standardmäßig eine Gesangsanlage und Plattenspieler für Jugendkurse zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es in jedem Übungsraum eine Hifi-Anlage. Hier haben wir aufgrund zu geringer finanzieller Mittel den angestrebten Zustand noch nicht erreicht. Es wird im Jahr 2008 versucht, den maroden Schwingfußboden des Tanzraums mit Unterstützung des städtischen Bauamtes renovieren zu lassen.

Anregung und Unterstützung der musa-Gruppenleiterinnen und –leiter zu Angeboten speziell für Kinder und Jugendliche.

Wir haben versucht, unsere Kursleiter im Kinder- und Jugendbereich zu unterstützen, indem wir beispielsweise bei einzelnen Angeboten mit dem VNB kooperieren. Hierbei bekommen die KursleiterInnen eine kleine Aufwandsentschädigung und eine zusätzliche Werbemöglichkeit im VNB-Programm. Für einzelne Gruppen wie etwa eine russische Theatergruppe stellen wir unsere Räume kostenlos zur Verfügung, mit den Kitas im Stadtteil arbeiten wir eng zusammen, falls Räume für Projekte benötigt werden.

 

Anregung von Angeboten in Bildender Kunst, falls das Atelierhaus erhalten bleibt.

Da der Erhalt des Atelierhauses bzw. der zur Verfügung stehenden Fläche für bildende Kunst nicht geklärt ist, wurden noch keine Angebote erarbeitet.


2. Erschließung neuer Publikumsschichten:

Erweiterung der Lüftungsanlage, Verbesserung des Raumklimas mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen und der Stadt Göttingen.

Die raumlufttechnischen Anlagen in Saal und Salon wurden erweitert. Die transportierte Luftmenge im Saal wurde im fast 100 % erhöht. Zur Wärmerückgewinnung in der Heizperiode wurde ein Wärmetauscher eingebaut. Es wurden manuelle Regler zur Temperaturregulierung installiert. Die Arbeiten wurden vom Land Niedersachsen (34.000 Euro), der Stadt Göttingen (10.000 Euro), dem Landkreis Göttingen (3.000 Euro) und mit einem Eigenanteile (5.700, Euro) finanziert.

Die Luft in den Veranstaltungsräumen ist jetzt spürbar angenehmer, was auch positiv vom Publikum bemerkt wird.

Verbesserung des Auftrittes beim Studentenempfang im ZHG.

Aufgrund anderer Prioritätensetzungen ist hier noch keine Verbesserung erreicht worden.

Neue Veranstaltungsangebote: Ethno-Reihen, Blues, Kabarett und Comedy in der Kapazität zwischen Apex und Stadthalle.

In Saal und Salon fanden im Jahr 2007 70 Kulturveranstaltungen statt, das entspricht der zahl aus dem Vorjahr. Innerhalb des Veranstaltungsspektrums fand eine Verschiebung statt. Die Zahl der Rockkonzerte erhöhte sich von 32 auf 41, die Zahl der Theater- und Tanzveranstaltungen verringerte sich etwas. Im Bereich Theater und Tanz konzentrierten wir uns auf Veranstaltungen mit musa-Gruppen und  Kooperationen mit Domino. Kostspielige und aufwendige Gastspiele von auswärtigen Theater- und Tanzgruppen wurden eingestellt.

Im Bereich Rock/Pop/Comedy wurde versucht, neue Zielgruppen zu erreichen. Hierzu wurden Konzerte mit für musa bisher ungewöhnlichen Stilrichtungen angeboten. Im Bereich Ethno, Metal und Blues zeigte sich, dass musa kein akzeptierter Veranstaltungsort ist. Im Bereich Comedy und Rockmusik konnten Künstler, die bisher im kleineren Nörgelbuff oder im EXIL auftraten auch den musa-Saal füllen. Hier sind Mark Gillespie & Band, die Guano Apes-Nachfolger iO und der Berliner Kabarettist René Marik zu nennen.

Die Kooperation mit anderen Vereinen bzw. die Vermietung des Saales an private Veranstalter erwies sich hier als das geeignetere Modell, um neue Zielgruppen zu erschließen. Kooperationspartner waren im Jahr 2007: Domino e.V., die Initiative „Jugend rockt“, die LesBiSchwulen Kulturtage, der Jugendverband „In-Halt“, Arbeitsvermittlung 50 plus, Wucher-Promotion, Ex-Kairo und „Stage-O-Rama“.

Konzerte mit lokalen Bands mit weniger als 100 zu erwartenden Besuchern wurden im zweiten Halbjahr vom Rockbüro im EXIL oder Nörgelbuff veranstaltet und musa somit entlastet. Der Schwerpunkt bei musa liegt hier auf Veranstaltungen mit Festival- oder Eventcharakter wie z.B. dem Bandwettbewerb Local Heroes für lokale Nachwuchsgruppen.

Im Rahmen der Förderung von Rockbands wurde der Veranstaltungssaal mit Veranstaltungstechnik den Bands Polished und Tora Bora Allstars für eine sehr geringe Miete zur Verfügung gestellt.

Im Januar wurde die Idee einer Musa-Gala unter Beteiligung der musa-Tanzgruppen wiederbelebt. Aufgrund des großen Erfolges wurde auch eine erweiterte Gala mit Musik zum 30jährigen Jubiläum veranstaltet. Die Gala in Kombination mit einem Tag der offenen Tür bot eine sehr gute Möglichkeit, musa zu präsentieren, die Kommunikation zwischen den Gruppen und unterschiedlichen Sparten zu fördern und die Identifikation mit unserem Kulturzentrum zu stärken.

Um den Bereich der Gastronomie zu stärken und die notwendigen Umbauten zu finanzieren, wurde mit der „30 + Party“ neue Partyreihe mit drei Tanzflächen im ganzen Haus etabliert. Rock gegen Rheuma findet seit 2007 auch Sylvester statt und wird sehr gut angenommen.

Schaffung einer Auftrittsmöglichkeit für Tanzgruppen beim Weststadtfest.

Die zweite Bühne für Tanz beim Weststadtfest könnte wegen mangelnder finanzieller Mittel noch nicht realisiert werden.

Neue Wege für Öffentlichkeitsarbeit: z. B. Mensa-TV, digitales Stadtfenster in Bussen, verbessertes Plakatierkonzept.

Musa ist regelmäßig über den Verein KUNST im digitalen Stadtfenster vertreten. Für überregional bedeutende Veranstaltungen werden bereits Monate vorher an ausgewählten Plätzen Plakate geklebt. Der Kartenverkauf an den Vorverkaufsstellen wird möglichst frühzeitig begonnen. Durch die große Anzahl von Veranstaltungen, ist es möglich, dass musa z.B. eine eigene Spalte in der Vorverkaufsanzeige im „Blick“ bekommt.

Eine Überarbeitung, bzw. Überprüfung der Wirkung des Halbjahresprogramms und des Monatsflyers soll 2008 erfolgen. Hierzu wurden in den letzten Monaten Zuschauerbefragungen durchgeführt. 

Teilnahme am Projekt Kultur-Card des Landschaftsverbandes.

Der Kultur-Bonus zeigte bei musas Publikum bisher wenig Resonanz. Trotzdem halten wir an der Teilnahme an diesem Projekt fest, denn es ist aus der Sicht des Marketings sehr sinnvoll. Wir werden eine Verbesserung der Bewerbung und insbesondere des Verteilungssystems beim Landschaftsverband anregen.

Überarbeitung der Internetpräsenz.

Die Homepage wurde optisch völlig neu gestaltet. Ebenso wurde ein einfacheres Content-Management installiert, das musa selbst den Zugriff auf die Seiteninhalte gestattet. Es gibt jetzt ein Kontaktformular und einen Button zum bestellen des musa-Newsletters.

Erhalt des Atelierhauses, hier ist eine zusätzliche Unterstützung der Stadt Göttingen erforderlich.

Hier wird von Stadtverwaltung und musa versucht, über das Projekt Soziale Stadt oder über einen möglichen Ankauf der Häuser Hagenweg 2 a und 2 b durch die Stadt Göttingen, das Atelierhaus oder zumindest den Raum für Künstlerateliers in Anbindung an musa zu erhalten. Es gibt bisher noch keine positiven Ergebnisse.

Verlagerung und Ausbau des Thekenbereichs im Saal zur Vergrößerung des Zuschauerraumes,  Finanzierung durch Brauerei und in Eigenleistung.

Dieser Umbau ist wie geplant durchgeführt und mit Sponsorenmitteln und in Eigenleistung finanziert worden. Der Veranstaltungssaal hat dadurch erheblich an Attraktivität gewonnen. Die Kapazität konnte auf 230 Plätze bestuhlt und 450 Plätze unbestuhlt erhöht werden. Optisch ist der Saal viel ansprechender geworden. Getränkelagerung und –verkauf wurden erheblich vereinfacht.

Gestaltung/optische Aufwertung der Fassade, der Eingangsbereiche und Treppenhäuser. Einfache Arbeiten sollen in Eigenleistung erbracht werden, für größere Arbeiten sind weitere Baumittel erforderlich.

Im Zuge des Umbaus des Thekenbereichs im Veranstaltungssaal wurden der Saal und das Foyer in Eigenarbeit renoviert. Vom Salon bis zum Saalfoyer gibt es nun ein einheitliches Erscheinungsbild unserer Räume.

Die Finanzierung der Renovierung der Böden im Tanzraum und in den Lagerräumen wird im Jahr 2008 mit der Stadt verhandelt. Ebenso ein neuer Anstrich für die östliche Fassade und das Treppenhaus zu Domino und zum musa-Veranstaltungssaal.

Beseitigung optischer und struktureller Mängel, bessere Sichtbarkeit des Hauses vom Hagenweg her.

Die Installation von LED-Lampen am Schornstein ist für 2008 geplant. Hiermit soll eine bessere Sichtbarkeit vom Hagenweg aus erreicht werden.

Gestaltung der Zufahrt durch Einwerbung von weiteren Mitteln beim Land Niedersachsen.

Aufgrund der Besitzverhältnisse des Hauses und des umliegenden Geländes ist es nicht möglich, eine grundlegende Verbesserung der Einfahrt auf das Gelände und der Parkplatzsituation zu erreichen. Die Zufahrt vor dem Haus wurde von der Stadt Göttingen mit einer einfachen wassergebundenen Decke versehen.


3. Kooperation mit anderen Göttinger Kultureinrichtungen und/oder mit Dritten:

Mit dem Rockbüro Göttingen, Rockmusikern und Musiklehrern: Angebot „Rockmusik an Schulen“, ähnlich dem Projekt Schultanzwochen.

Dieses Projekt ist vom Rockbüro Göttingen in Zusammenarbeit mit Musiklehrern und Musikschulen in Stadt und Landkreis Göttingen in Planung. Ein Antrag hierzu ist in Vorbereitung.

Mit dem Lit. Zentrum: Veranstaltungen mit oder zu Literatur und Musik.

Im November 2007 wurde im Literarischen Zentrum in Kooperation eine Lesung mit dem Konzertveranstalter Fritz Rau durchgeführt.

Mit Domino e.V.: Etablierung einer monatlichen Reihe mit Theater für Kinder und Jugendliche.

Es gibt eine Reihe mit jährlich sechs Kindertheateraufführungen im musa-Saal. Darüber hinaus finden in unregelmäßigen Abständen Aufführungen von Domino-Projekten statt, z.B. „Marcys erster Fall“.

Mit dem Lumiere: Veranstaltungsreihe zu Kulturen unterschiedlicher Länder mit Musik und Film.

Bei den „Indischen Kulturtagen 2008“ der musa-Kathakgruppe sollen Veranstaltungen im JT, DT, Lumiere und bei musa stattfinden.

Mit dem Behindertenbeirat und/oder der Selbsthilfe Körperbehinderter: vermehrt Angebote integrativer Veranstaltungen oder Workshops.

In diesem Bereich ist es leider noch zu keinen weiteren Kooperationen gekommen.

Mit dem Stadtjugendring und div. engagierten Jugendgruppen: Rockkonzerte usw..

Rockfestivals in Kooperation mit „Jugend Rockt“ und „In-Halt“ wurden hier bereits genannt.

Durch die Weststadtkonferenz Kooperation mit Einrichtungen des Stadtteiles.

Musa arbeitet eng mit dem neu eingerichteten Stadtteilbüro in der Pfalz-Grona-Breite zusammen.

 

Zum Kulturmarketing:

Stichworte: Im Frühjahr 2007 und 2008 musa-Team in Klausur …

Einheitliches Erscheinungsbild des Hauses, verbesserte Werbekonzepte, Besucherbefragung, kritische Aufarbeitung des Selbstbildes und der Außenwahrnehmung.