The KutiMangoes

Sa 22.05. 2021
Beginn: 20:00
Einlass 1 Std. vorher
    • Location:
    • Saal
  • VVK: 18,00 € zzgl. Gebühr
  • AK: 22,00 €
  • Mit Kulturticket 10 € ermäßigt

„Eine der besten Afrojazzbands der Welt kommt aus Kopenhagen!" rezensierten die Kieler Nachrichten 2016 und so oder ähnlich renommierte internationale Autoren. Schon drei Jahre zuvor waren die zu dem Zeitpunkt international bereits hinlänglich bekannten Jazzmusiker auf der Kopenhagener Bildfläche erschienen; zusammengebracht hatte sie ihre gemeinsame Faszination für westafrikanische Musik, insbesondere der Afrobeat von Fela Kuti. Aber auch Ornette Coleman und Charles Mingus, dessen Name sich ebenfalls im Bandnamen wiederfindet, sind prägende Einflüsse auf die beiden Bandleader und Komponisten Michael Blicher und Gustav Rasmussen.

Das neue Album Afrotropism:

Waren Afro-Fire und Made In Africa geprägt von der Suche nach den spirituellen Wurzeln in der westafrikanischen Musik und der Frage, welchen Einfluss sie über Blues, Jazz und Soul auf die eigene, in Dänemark verwurzelte Erlebniswelt haben, treibt das neue Album Afrotropism die Blüten dieser ersten beiden Entdeckungsreisen aus – es liegt im Ohr des Betrachters, die afrikanischen Wurzeln in ihnen zu entdecken; sei es in Form kompositorischer Bezüge, in der Verwendung afrikanischer Instrumente und Rhythmen oder nur einem unergründlichen Gefühl geschuldet.

„Tropismus“ beschreibt übrigens laut Duden eine „durch äußere Reize verursachte Bewegung von Teilen festgewachsener Pflanzen oder festsitzender Tiere auf die Reizquelle hin oder von dort weg“. Dem Chemo-, Foto-, und Geotropismus stellen The KutiMangoes den Afrotropismus zur Seite: inspiriert von westafrikanischer Bambara-Tradition und dem Groove des Mali-Blues entwickeln die Musiker auf der Grundlage des Jazz und ihrer nordischen, gerne mit einem gehörigen Schuss Melancholie ausgestatteten Kompositionen eine eigene, global verbundene Musik, die eine Weiterentwicklung des satten, beinahe orchestralen Bläsersounds der The KutiMangoes darstellt. Er spielt mit feinen Synthesizern, Soundkollagen und elektronischen Effekten, ohne dabei den Blick auf treibende Grooves, schwelgende Melodien, dichte Atmosphäre und nicht zuletzt die exzellente künstlerische Technik der sechs Musiker zu verlieren. Die Band selbst sagt dazu: „So ‘Afrotropism’ refers to the fact that we are drawn towards the African traditions, but we are “growing” our own music. We are developing our artistic direction by going more in depth with how we can mix our inspirations with our own musical heritage.”

Stärker noch als schon bisher verleiht das dritte Album, wie schon die Vorgänger komplett vom Ensemble selbst produziert, dem grundsätzlichen Anliegen der Musiker Ausdruck, kulturelle Grenzen zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu finden; es gibt der individuellen Artikulation mehr Raum und liefert Anknüpfungspunkte, wo die Inspirationen aus Afrika bleibende, sich nun in neuer Form verselbständigende Spuren hinterließen: „Our music shows how people can create something together that can outgrow all of them. It’s all about human exchange, sharing moments of energy and feeling connected through the music – be it to elders in a cosy jazz club, youngsters at a huge festival, a school for the blind in Ouagadougou or people on a duck farm in China.“

Schnipsel


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