Heute ist der Tag, ...

Heute ist der Tag, ...

...an dem es mir reicht.

...an dem es mir reicht.

Kulturnews
29. April 2020

Heute ist der Tag, an dem ich mir meiner Systemirrelevanz derart bewusst werde, dass ich am liebsten irgendwas kaputt hauen will.

Ich bin in dreierlei Hinsicht irrelevant.

Erstens: Als Alleinerziehende mit zwei Kindern, die sich 24/7 im Homeschooling, im täglichen Cateringgewerbe, sich in einer neuartigen Erzieherinausbildung befindet, Spielgefährtin und Sporttherapeutin sein muss und nebenbei Facilitymamagement und Einkäufe übernimmt.

Zweitens: ich bin eine Mutter.

Und Drittens: ich arbeite im HomeOffice für die Kultur in Kurzarbeit.

10 Stunden am Tag. Und versuche, weiteren 80 Systemirrelevanten zu helfen. Höre die Sorgen, die Wut, die Enttäuschungen, die Ängste. Höre die Tränen, weil wir uns ja nicht sehen können.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch wird die Würde der Kulturschaffenden angegriffen, in dem einfach ein kompletter Berufsstand übersehen, links liegen gelassen wird, Rettungssschirme für Kultur werden nicht gespannt, weil wir keinen Wert haben. Wir sind nicht relevant, wir, die seit Ewigkeiten gefordert sind, die Köpfe und Füße der Menschen zu bewegen, die Verbindungen schaffen sollen, aufrütteln wollen, Spaß verbreiten, Inhalte generieren, kritisch hinterfragen, aufmerksam machen auf gesellschaftliche Veränderungen.

Wir, derer sich alle bedienen, zum Feiern, als Status, aus Interesse, aus Notwendigkeit. Wir sollen alle zum Lachen bringen, zum Tanzen, zum Heulen, zum Leben. Wir sollen Kindern und Alte aus der Isolation helfen, inklusiv arbeiten, spartenübergreifend für alle Kreatives entwickeln, nachhaltig, projektbezogen, einzigartig sein, ausbilden, nachbereiten, immer unterstützen, Schulen bereichern, Alltag verschönern, Leben lebenswerter machen, nicht jammern, nicht klagen, Optimismus ausstrahlen, Menschen eine Bühne geben, sie selbstbewusster, sichtbarer, hörbarer machen und wir sollen helfen. Immer.

Jetzt haben Kultureinrichtungen geschlossen. Kultur findet also nicht statt.

Damit finden Kulturschaffende finden nicht statt. Selbstständige in der Kulturszene finden nicht statt. Das kulturelle Leben findet nicht statt. Die Kultur bewegt sich Richtung Abgrund und niemand hält es auf. Hilfemaßnahmen für Soloselbständige und Kulturschaffende beziehen sich auf die Lebenshaltungskosten, unterstützt werden also Vermieter*innen, Supermärkte und Stromanbieter*innen, die Künstler*innen selbst haben keinen Wert. Ihr Wert ist der Politik so viel wert, dass man sie in die Grundsicherung schickt.

Die zuständigen Ministerien versagen, die gewählten Volksvertreter sind untergetaucht. Die Freiwilligkeit der Kultur haut uns jetzt um die Ohren. Was das meint? Kultur ist nicht als Pflichtaufgabe gesetzlich normiert, Kultur geschieht, wenn man sich uns leisten will.

Und das wird jetzt augenscheinlich.

Noch immer sollen wir jetzt aktiv sein, beraten, streamen, Geldspenden einsammeln, um uns selbst zu retten, dabei sollen die Künstler*innen ehrenamtlich auftreten, um weiter zu unterhalten und der Kultur ein Gesicht zu geben, damit wir nicht vergessen werden, später neu bewertet werden können, um Zuschüsse zu bekommen. Vielleicht gibt es dann noch die Einrichtungen, auch die musa wird noch da sein, aber was ist mit unser Füllung?

Was erwarten dann eigentlich alle?

Das wir alle noch da sind, wenn der Shutdown/Lockdown/die Ausgangssperre vorbei ist?

Tine, GF musa

Schnipsel

Sonntag, dem 14.04.2024 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

EIN TAG VOLLER TROST UND HERZENSWÄRME 

Die Zeit heilt nie alle Wunden, sie bringt uns nur bei, wie es ist, mit Unfassbarem zu leben. 

Sicherlich hat sich der eine oder andere schon einmal gefragt, was ist wenn ein Elternteil palliativ begleitet werden muss? Oder wer kann mir helfen in meiner Trauer? Wie kann ich meine eigene Bestattung vorsorgen? Was muss ich beachten bei Patienten- und Vorsorgevollmachten? Gibt es Hilfe für junge Eltern, die ihr Baby ungeboren verloren haben? Wie ist das denn im FriedWald? Wer hilft uns, unser krankes Kind zu begleiten? Was ist ein Hospiz? 

Wir hören zu, versuchen Antworten zu geben, Wege zu ebnen, aufzuklären, zu helfen und zu begleiten. 

musa (bedingt) barrierefrei

Die musa ist für Menschen mit Handicap bedingt geeignet.

- Auf der Nordseite des Gebäudes befindet sich der barrierefreie Eingang mit Rampe und Fahrstuhl, mit dem du in das OG kommst - also unseren Veranstaltungssaal bei Konzerten und Partys selbstständig erreichen kannst.

- Tagsüber und während unserer Geschäftszeiten bitten wir dich, uns über dein Kommen zu informieren (Büro: 0551 - 64353). Wir müssen öffnen, damit du das EG, das erste Stockwerk, die Kursräume, den Salon und das Büro bequem per Fahrstuhl erreichen kannst.

- Salonfeiern sind in der Regel geschlossene Veranstaltungen bis auf PowerDance, zu denen du dich anmelden musst oder jemanden findest, der unserer Thekencrew Bescheid geben kann.

- Wir arbeiten an einer Lösung für Kurse und WS in den Abendstunden.

- Zwei behindertengerechte, ausgebaute Toiletten im EG und OG und eine Dusche sind vorhanden. Im OG ist die Toilette nur von der rechten Seite zugänglich.

Folge diesem Link für die Wegbeschreibung!

musa U18

Noch nicht volljährig?

Druck die Vollmachtsübertragung aus und lass sie von einem Erziehungsberechtigten unterschreiben. Dennoch gilt: Du brauchst eine "Aufsichtsperson über 18 Jahre" an deiner Seite!

KULTURTICKET - YES! Es geht weiter...

Liebe Studierende, danke für eure Wahl...

ihr erhaltet auf (fast) alle Konzerte und Veranstaltungen einen Rabatt von Euro 10,-! Die Kontinente sind weiter freigeschaltet.

Sozialcard-Inhaber*innen

WELCOME - ab sofort könnt ihr auf den 10,- Euro-Rabattbutton klicken, wenn ihr euch ein Ticket kaufen möchtet

Im Sinne des Klimas...

Wir bitten um klimaneutrale Anreise! Kommt mit dem Fahrrad, zu Fuß, dem Skateboard, Bus oder mit einem Kanu. Hauptsache nicht mit dem Auto! Danke, eure musa

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Wir freuen uns auf dich.