Gastspielreihe Theaterprojekt ROSENWINKEL (2012/2013)

Gastspielreihe Theaterprojekt ROSENWINKEL (2012/2013)

Gastspielreihe Nov. 2012-Juni 2013: ROSENWINKEL ist ein im Jahr 2012 entstandenes Theaterprojekt mit drei Mitwirkenden aus der Volksgruppe der Roma, einer professionellen Schauspielerin und einem Musiker.

Gastspielreihe Nov. 2012-Juni 2013: ROSENWINKEL ist ein im Jahr 2012 entstandenes Theaterprojekt mit drei Mitwirkenden aus der Volksgruppe der Roma, einer professionellen Schauspielerin und einem Musiker.

Foto: Reimar de la Chevallerie

Land
30. November 2013

In ROSENWINKEL kommen Roma selbst zu Wort, sie zeigen ihren Stolz, aber auch ihre Ängste – und berühren damit das Publikum. Das Theaterstück thematisiert kulturelle Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten, und leistet so einen wichtigen Beitrag gegen den alltäglichen Rassismus, mit dem Roma konfrontiert sind.

Die Resonanz auf die zehn Aufführungen in Göttingen im Haus der Kulturen war so gut, dass zum einen das Stück an das Staatstheater Karlsruhe eingeladen wurde und zum anderen die Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich Böll Stiftung und der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen Interesse bekundeten, bei einer Gastspielreihe in Niedersachsen zu kooperieren. Außerdem lag eine Einladung des TAK Theaters in Berlin vor. Und so wurde ROSENWINKEL in Karlsruhe, Braunschweig, Hildesheim, Hannover und Berlin aufgeführt. In den anschließenden Gesprächen war die Resonanz überwältigend. Alle wollten in Zukunft per Newsletter über Projekte informiert werden. Alle waren extrem berührt von dem Stück und der Situation der spielenden Roma.

Die Gastspiele von "ROSENWINKEL" wollten auch bundesweit auf die Situation der Roma-Flüchtlinge aufmerksam machen. Was bewegt Roma, wie ist ihre Geschichte?

ROSENWINKEL hat einen Beitrag zur Aufklärung und zum interkulturellen sowie interreligiösen Verständnis geleistet, denn das Stück macht die Lebenswelten von Roma erlebbar, spielt mit den Klischees auf beiden Seiten und trägt damit zu einer Annäherung bei. Den ROSENWINKEL gibt es in jeder Stadt: Straßen, deren Namen schön klingen, in deren Häusern es aber keine Heizung gibt.

Kooperationen:

Stiftung Leben und Umwelt/Heinrich Böll Stiftung, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V., boat people projekt, Roma Center e.V.

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 4

Projektpersonal: 1 Projektleitung, 2 Regisseurinnen, 1 musikalischer Leiter, 1 Techniker, 4 Schauspieler/innen

Laufzeit: Nov. 2012-Juni 2013

Aufführungen: 5

Gästezahl: 320

Kosten: 8.750,- €

Förderer:

Stiftung Nord/LB: 1.000,- €

Friedrich Weinhagen Stiftung der Stadt Hildesheim: 800,- €

Dr. Buhmann Stiftung: 500,- €

Pressestimmen:

Braunschweiger Zeitung vom 21.06.2013

„Autorin Luise Rist hat einen bunten Bilderbogen entworfen. Er erlaubt einen kurzen Blick auf Menschen in unserer Mitte, bei uns und doch isoliert. Es sind keine Exoten. Es sind Europäer wie wir, voller Hoffnungen, voller Leidenschaft, mit Lust am Leben, mit dem Willen angenommen zu werden (...)

Wenn Izedin Alishani, begleitet von Hans Kaul am Piano, von seiner Heimat singt – melodiös, exotisch, berührend, voller Stolz – dann entsteht Sympathie, ja, mehr noch, Verständnis. Doch dann gehen die Bühnenlichter aus. Was bleibt sind menschliche Schatten, fremd, rätselhaft wie zuvor. Viel Beifall für einen unterhaltenden und zugleich nachdenklichen Theaterabend.“

Schnipsel

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