MANGELWARE – ein interkulturelles Einkaufsmusical (2012/2013)

MANGELWARE – ein interkulturelles Einkaufsmusical (2012/2013)

Weststadtkonferenz Göttingen c/o musa e.V.

Weststadtkonferenz Göttingen c/o musa e.V.

Fotos: Sven von Samson

Landkreis
21. September 2013

Die ehemals zentrale Ladenzeile in der Göttinger Weststadt, wo früher eine Bäckerei, ein Fleisch- und Wurstgeschäft und ein Kiosk zu finden waren, steht leer. Soziale Verödung. Die Gespräche beim Einkaufen sind zur Mangelware geworden. Wie überall gibt es Lebensmittel-Discounter, deren Angestellte von ihren Vorgesetzten drangsaliert werden. Überarbeitet und unterbezahlt. Schnell gefeuert. Frau Kaah kennt das. Seit dreißig Jahren sitzt sie an der Supermarktkasse und erlebt dabei nicht nur Frustrierendes, sondern auch Schönes. Hier kommt man miteinander ins Gespräch, denn Einkaufen müssen schließlich alle. Frau Kaah wird Mitwisserin von allerlei skurrilen oder tragischen Geschichten ihrer Kunden und Kundinnen, die diese lieber unter den Teppich kehren würden. Man könnte meinen, Frau K. hätte keine eigenen Sorgen...

Ihr persönlicher Lichtblick ist die tägliche Begegnung mit dem Obdachlosen Tom, der aber eines Tages nicht auftaucht. Aber Zeit darüber nachzudenken hat sie nicht, denn die Atmosphäre im Laden ist alles andere als lustig. Es ist mal wieder das völlige Chaos ausgebrochen.
Zwischen der pausenlosen Nörgelei von Frau Petrus, dem hektischen Gequassel der quirligen Kinder von Frau Ateş und den umständlichen Versuchen der Ladenbesitzerin Frau Falke, Ruhe und Ordnung herzustellen, versucht Frau Kaah das Beste daraus zu machen. Aber dann kommt ein Brief für sie, und dieser Moment wird alles verändern. Endgültig.

Von November 2012 bis Juni 2013 haben neun Gruppen gemeinsam an einem Musical über das multikulturelle Leben in der Göttinger Weststadt während der vergangenen dreißig Jahre gearbeitet. Die Geschichte spielte in einem fiktiven Einkaufsladen, denn einkaufen müssen wir schließlich alle, egal, ob man sich mag oder nicht. Aber Gespräche miteinander und Verständnis füreinander sind Mangelware...

Eine Rockband der „Freien Musikschule am Wall“, eine Bläsersektion, ein Streichquartett, eine interkulturelle Band und eine Rapgruppe sorgten für den musikalischen Rahmen, eine Theatergruppe und eine Gesangsgruppe führten durch die Geschichte. Das Herzstück war die interkulturelle Band, die dem Stück auch musikalisch ein multikulturelles Flair gab.

Bei diesem Projekt gab es die Möglichkeit, sich hinter den Kulissen zu engagieren: Die Klassen der GTA I und II (Gestaltungstechnische Assistenz) der Berufsbildenden Schule II Göttingen haben sich um die Requisiten und Fotodokumentation gekümmert, Jugendliche aus dem Projekt „ZeitWeise“ der Jugendhilfe Südniedersachsen haben die Möbel angefertigt.

Bei „Mangelware“ haben Menschen zusammengearbeitet, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kinder und Senior/innen, Gymnasialschüler/innen und Jugendliche, die überhaupt keine Regelschule besuchen, haben hier mitgewirkt; Profi-Musiker haben zusammen mit Fast-Neulingen an den Instrumenten die Live-Musik eingespielt.

Im März 2014 wurden drei Musikstücke aus dem Musical bei der Göttinger KUNST-Gala in der Stadthalle präsentiert.

Die Nachhaltigkeit des Projekts zeigt sich auf der Ebene der Teilnehmenden darin, dass drei Mitwirkende der interkulturellen Band auch beim Nachfolgeprojekt, demInterkulturellen Orchester Göttingen, dabei sind und drei Mitwirkende der Rapgruppe tragende Rollen in der Händel-JugendoperFamilienbande: Faramondogespielt haben (Aufführungen im Rahmen der Int. Händel-Festspiele im Mai/Juni 2014).

Projektleitung: Gabi Radinger

Regie: Lia A. Eastwood

Musikalische Leitung: Sven von Samson

Regieassistenz: Ines Düvel

Kooperationen:

Freie Musikschule am Wall, BBS II, Jugendhilfe Südniedersachsen e.V., Theater im OP, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 77

Projektpersonal: 10 Gruppenleitungen, 1 Regisseurin, 1 musikalischer Leiter, 1 Regieassistenz, 1 Projektleitung

Laufzeit: Mai 2012-Aug. 2013

Aufführungen: 5

Gästezahl: 728 plus 1.100 bei der KUNST-Gala 2014

Kosten: 39.080,- Euro

Förderer:

Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen: 19.150,- €

Stiftung Niedersachsen: 8.000,- €

Stadt Göttingen: 2.300,- €

Susanne & Gerd Litfin Stiftung: 2.000,- €

KUNST e.V.: 2.000,- €

Göttinger Kulturstiftung: 1.000,- €

Integrationsrat der Stadt Göttingen: 400,- €

Spenden oder Sponsoring (unter 250,- €) von: DGB, Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Stadtwerke Göttingen, Sparkasse Göttingen, Naturkost Elkershausen

Schnipsel

musa (bedingt) barrierefrei

Die musa ist für Menschen mit Handicap bedingt geeignet.

- Auf der Nordseite des Gebäudes befindet sich der barrierefreie Eingang mit Rampe und Fahrstuhl, mit dem du in das OG kommst - also unseren Veranstaltungssaal bei Konzerten und Partys selbstständig erreichen kannst.

- Tagsüber und während unserer Geschäftszeiten bitten wir dich, uns über dein Kommen zu informieren (Büro: 0551 - 64353). Wir müssen öffnen, damit du das EG, das erste Stockwerk, die Kursräume, den Salon und das Büro bequem per Fahrstuhl erreichen kannst.

- Salonfeiern sind in der Regel geschlossene Veranstaltungen bis auf PowerDance, zu denen du dich anmelden musst oder jemanden findest, der unserer Thekencrew Bescheid geben kann.

- Wir arbeiten an einer Lösung für Kurse und WS in den Abendstunden.

- Zwei behindertengerechte, ausgebaute Toiletten im EG und OG und eine Dusche sind vorhanden. Im OG ist die Toilette nur von der rechten Seite zugänglich.

Folge diesem Link für die Wegbeschreibung!

24.2.2024, 17 Uhr

Das Bündnis gegen Femizide Göttingen kämpft gemeinsam gegen Femizide und Gewalt an Frauen und queeren Personen.

STOPP! Keine (Tote oder Verletzte) mehr!

Zum Film:

„#Female Pleasure“ begleitet fünf mutige, starke, kluge Frauen aus den fünf Weltreligionen und zeigt ihren erfolgreichen, risikoreichen Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern.

Bewegend, intim und zu jedem Zeitpunkt positiv vorwärtsgewandt schildert „#Female Pleasure“ die Lebenswelten von Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihrem Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt.

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KULTURTICKET - YES! Es geht weiter...

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